Meeresrauschen

Es fühlt sich an, als würde ich mit meinen Füßen auf das Meer zulaufen und auf halbem Weg bemerken, dass mich der Treibsand Schritt für Schritt immer mehr in die Tiefe zieht. Das Wasser kommt immer näher. Ich bekomme kaum noch Luft vor lauter Angst vorm Untergehen, vorm Ersticken. Vom Kämpfen mit mir selbst, weil ich nicht mehr vorankomme. Weil ich selber daran schuld bin, dass mich der Boden mit all meinen Schuldgefühlen verschluckt. Weil ich losgerannt bin, ohne nachzudenken. Ohne Rücksicht auf irgendwelche möglichen Folgen. Weil ich nur das Meer vor mir sah, wie es in der Sonne funkelte und glitzerte. Ich konnte nicht anders, mein Herz wollte nicht mit meinem Verstand kommunizieren.