Klippe

Und da standen wir. Du und ich, vor einer Klippe, die 10 Meter in die Tiefe ragte. Wir hielten beide den Atem an und sahen einander tief in die Augen, ganz klar nach dem Motto: „Wenn du springst, springe ich auch.“ Doch keiner von uns beiden sprach es aus. Hätten wir uns nicht eigentlich fragen sollen, wieso es so weit kam, dass wir uns jetzt beide an dieser Klippe befanden? Wo sollte der Weg hinführen, nachdem wir gesprungen waren? Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich nur mehr auf deine Stimme, die jetzt so sanft war wie noch nie zuvor. Mein Körper bebte und auch wenn ich es nicht spürte, wusste ich, dass es bei dir nicht anders war. Ich fragte mich für einen kurzen Moment, ob dies wohl das Schicksal sei, dass uns an diese Klippe führte. Doch während mir diese unzähligen Fragen durch den Kopf gingen, auf die ich sowieso nie eine Antwort bekommen würde, legtest du los und sprangst ohne weiter nachzudenken die Klippe hinunter.